Mittel- und Langstrecken

Mittel- und Langstrecken

800 Meter

Die kürzeste Disziplin bei den Mittelstrecken wird über zwei Runden einer 400-Meter-Strecke gelaufen. Athleten starten allesamt im Stehen in gestaffelten Positionen und laufen in individuellen Bahnen bis zum Ende der ersten Kurve – ab dort können sie auf der Innenbahn weiterlaufen. Rennen über die mittleren Distanzen fanden schon bei den Spielen der griechischen Antike statt und wurden Mitte des 19. Jahrhunderts wieder in das olympische Programm aufgenommen. Die 800-Meter Distanz der Männer gibt es seit 1896 bei allen Olympischen Spielen. Frauen debütierten 1928 bei den Olympischen Spielen auf dieser Distanz. Dies wurde jedoch wieder ausgesetzt und erst 1960 wieder olympisch.

1.500 Meter

Wettkämpfer und Leichtathleten laufen drei komplette Runden und weitere 300 m von einer ganzen Stadionrunde. Sie beginnen in einem stehenden Gruppenstart und können sofort auf die Innenbahn wechseln. In den USA und in Großbritannien war die Meile (1.609 m) gewöhnlich als Mittelstrecke definiert. Seit 1896 wird jedoch die 1.500-Meter-Distanz bei den Männern bestritten. Erst ab den Spielen von 1972 in München nehmen auch Frauen über diese Distanz teil.

5.000 Meter

Die Langstreckenläufer rennen insgesamt 12,5 Runden der

400-Meter-Strecke in einem Stadion. Auch hier gibt es einen stehenden Gruppenstart und die Läufer können sofort auf der Innenbahn weiterlaufen. Die Griechen bei den antiken Spielen organisierten eine Reihe von Veranstaltungen, die den heutigen Langstreckenrennen sehr ähnelten. Seit 1912 ist die 5000-Meter-Distanz der Männer bei jeder Olympiade vertreten.

10.000 Meter

Alle Läufer müssen 25 Runden einer 400-Meter-Strecke komplettieren. Nach einem stehenden Gruppenstart können die Läufer sofort auf die Innenbahn. Bei allen Olympischen Spielen seit dem Jahr 1912 gab es die 10.000-Meter der Herren, doch erst 1988 wurde die Distanz auch für Frauen bei den Spielen aufgenommen.

Hindernislauf über 3000 Meter

Läufer machen einen Gruppenstart im Stehen und bewegen sich direkt auf die Innenbahn zu. Die Anzahl der Runden hängt von der Position des Wasserhindernisses ab – entweder innerhalb oder außerhalb der zweiten Kurve der 400-Meter-Bahn. Die Teilnehmer müssen jedoch während eines kompletten Hindernislaufes immer 28 Hürden und sieben Wassersprünge überwinden. Die Hürden der Männer sind 91,4 cm hoch – die Hindernisse der Frauen 76,2 cm. Die Distanz des Wasserhindernisses ist 3,66 m lang und 70 cm tief. Diese Disziplin hat ihren Ursprung in Großbritannien. Läufer würden vom Kirchturm in einer Stadt zum nächsten rennen, und dabei Hindernisse wie Bäche und niedrige Mauern überspringen. Die moderne Veranstaltung geht auf die Hindernisläufe der Oxford University in der Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, die über zwei Meilen abgehalten wurden. Sie wurde 1879 bei den englischen Meisterschaften zu einer Stadionveranstaltung mit Hindernissen gemacht. Das aktuelle Format wurde bei Olympischen Spielen seit 1900 von Männern – zunächst über unterschiedliche Distanzen – bestritten. Bei den Frauen wurde die Disziplin erst im Jahre 2008 eingeführt.